Alles, was Sie für Installation, Einrichtung und den täglichen Betrieb wissen müssen — Schritt für Schritt erklärt.
PipeMed ist eine Middleware-Software für Windows, die medizinische Geräte und Softwaresysteme in Ihrer Praxis miteinander verbindet. Sie läuft unsichtbar im Hintergrund und übernimmt automatisch den Datenaustausch zwischen Ihren Geräten — ohne dass Sie täglich eingreifen müssen.
Was PipeMed für Sie erledigt:
PipeMed richtet sich an Arztpraxen, Gruppenpraxen und kleine medizinische Labors, die Geräte verschiedener Hersteller miteinander verbinden möchten, ohne aufwändige IT-Projekte durchführen zu müssen.
| Anforderung | Details |
|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 oder Windows 11 (64-Bit) |
| Speicherplatz | Mindestens 200 MB frei |
| Netzwerk | Lokales Netzwerk für Gerätekommunikation (DICOM, ASTM) |
| Dymo-Drucker (optional) | DYMO Connect Software muss installiert sein |
PipeMed-Setup-x.x.x.exe).PipeMed erscheint als kleines Symbol in der Windows-Taskleiste (rechts unten neben der Uhrzeit). Ein Fenster öffnet sich nicht automatisch — das ist beabsichtigt, damit PipeMed Ihre tägliche Arbeit nicht stört.
Falls das Symbol nicht sichtbar ist, klicken Sie auf den kleinen Pfeil in der Taskleiste, um versteckte Symbole anzuzeigen.
Rechtsklick auf das PipeMed-Symbol in der Taskleiste → „PipeMed beenden"
| Menüpunkt | Inhalt |
|---|---|
| Datenflüsse | Zentrale Verwaltung aller Verbindungen zwischen Geräten |
| Einstellungen | Dienste, Autostart, Protokollierung, Backup |
| Lizenz | Lizenzstatus, Aktivierung, Maschinen-ID |
| Über | Versionsinformation, Updates |
Beim ersten Start ohne gültige Lizenz aktiviert PipeMed automatisch einen 30-tägigen Demo-Modus. In diesem Modus können Sie alle Funktionen vollständig testen — ohne Registrierung oder Kreditkarte.
Die Aktivierung erfordert eine Internetverbindung. Die Lizenz ist an Ihren Computer gebunden und gilt nur auf dem Gerät, auf dem sie aktiviert wurde.
| Information | Bedeutung |
|---|---|
| Lizenzplan | Z. B. „Einzelplatzlizenz" oder „Mehrplatzlizenz" |
| Datenflüsse | Maximale Anzahl gleichzeitig aktiver Datenflüsse |
| Gültig bis | Ablaufdatum der Lizenz |
| Die bei der Lizenz hinterlegte E-Mail-Adresse |
PipeMed prüft Ihre Lizenz beim Start und anschließend regelmäßig im Hintergrund. Dabei wird sichergestellt, dass die Lizenz noch gültig und nicht widerrufen wurde. Für diese Prüfung ist eine Internetverbindung erforderlich.
Kein Internet verfügbar? Keine Sorge: PipeMed gewährt eine Kulanzfrist, in der alle Funktionen weiter genutzt werden können.
Wenn Sie die in Ihrer Lizenz enthaltene Anzahl an Datenflüssen erreicht haben, erscheint ein Hinweis. Für zusätzliche Datenflüsse wenden Sie sich bitte an: support@pipemed.at
Ein Datenfluss beschreibt, wie Daten von einem Gerät oder Ordner zu einem anderen weitergeleitet werden. Jeder Datenfluss besteht aus zwei Teilen:
Beispiele:
Jeder Datenfluss hat einen Ein-/Ausschalter. Deaktivierte Datenflüsse werden nicht ausgeführt, bleiben aber gespeichert. So können Sie einen Datenfluss vorübergehend pausieren, ohne ihn löschen zu müssen.
Klicken Sie rechts neben dem Datenflussnamen auf das Stift-Symbol (Bearbeiten) oder das Papierkorb-Symbol (Löschen).
Die GDT-Datei ist das Standardformat für den Datenaustausch zwischen Praxissoftware und medizinischen Geräten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Funktionsweise: PipeMed überwacht einen Ordner auf Ihrem Computer. Sobald Ihre Praxissoftware eine neue GDT-Datei in diesen Ordner legt, verarbeitet PipeMed sie automatisch.
| Einstellung | Beschreibung |
|---|---|
| Überwachungsverzeichnis | Der Ordner, in den Ihre Praxissoftware die GDT-Dateien schreibt (z. B. C:\Praxis\GDT\Eingang) |
DICOM ist das internationale Standardformat für medizinische Bilder. Röntgengeräte, Ultraschallgeräte, CT- und MRT-Geräte können Bilder direkt über das Netzwerk an PipeMed senden.
| Einstellung | Beschreibung |
|---|---|
| Geräte-AE-Titel (optional) | Wenn Sie nur Bilder von einem bestimmten Gerät weiterleiten möchten, geben Sie hier den AE-Titel ein (z. B. US01). Leer = alle Geräte. |
Das ASTM-Protokoll (auch LIS1-A2) ist der Standard für die Kommunikation zwischen Laboranalysegeräten und Laborsoftware.
Funktionsweise: PipeMed öffnet einen Netzwerkkanal, auf dem Ihr Laborgerät nach jeder Messung automatisch die Ergebnisse übermittelt.
| Einstellung | Beschreibung |
|---|---|
| Geräte-ID (optional) | Wenn Sie nur Daten von einem bestimmten Gerät weiterleiten möchten. Leer = alle Geräte. |
Übertragene Daten: Patient (ID, Name, Geburtsdatum, Geschlecht), Auftrag (Proben-ID, Datum/Uhrzeit), Messergebnisse (Testkürzel, Wert, Einheit, Referenzbereich, Auffälligkeitsflag, Kommentar).
Schreibt die Patientendaten als GDT-Datei in einen Ausgabeordner, den Ihre Praxissoftware regelmäßig einliest.
| Einstellung | Beschreibung |
|---|---|
| Ausgabeverzeichnis | Der Ordner, aus dem Ihre Praxissoftware die GDT-Dateien liest (z. B. C:\Praxis\GDT\Ausgang) |
Schreibt Laborbefunde im LDT-Format (Labordatentransfer) in einen Ordner. LDT ist das Standardformat, das von den meisten PVS im DACH-Raum zum Import von Laborbefunden verwendet wird.
| Einstellung | Beschreibung |
|---|---|
| Ausgabeverzeichnis | Ordner für die LDT-Dateien |
| Dateiname | Muster für den Dateinamen (z. B. {patientId}_{date}) |
Verfügbare Platzhalter:
| Platzhalter | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
{patientId} | Patienten-ID | 12345 |
{lastName} | Nachname | Mustermann |
{firstName} | Vorname | Max |
{birthDate} | Geburtsdatum | 01011980 |
{socialInsuranceNumber} | Versicherungsnr. | 1234010180 |
{date} | Aktuelles Datum | 24032026 |
{time} | Aktuelle Uhrzeit | 143022 |
Extrahiert Rohdaten aus DICOM-Bildern oder erzeugt aus Labordaten eine Quittung als Bild und speichert diese in einem Ordner.
| Einstellung | Beschreibung |
|---|---|
| Ausgabeverzeichnis | Zielordner für die Dateien |
| Dateiname | Muster für den Dateinamen (ohne Dateiendung — wird automatisch gesetzt) |
Was wird gespeichert?
| Eingehende Daten | Format |
|---|---|
| DICOM-Bild (JPEG) | .jpg |
| DICOM-Video (MPEG-4) | .mp4 |
| DICOM-Dokument (PDF) | .pdf |
| Labordaten (ASTM) | .png (Befundquittung) |
| GDT-Patientendaten | .txt (Textbericht) |
Trägt Patientendaten direkt in die Auftragsliste (Worklist) eines bildgebenden Geräts ein. Das Gerät zeigt den Patienten auf seinem Display an — ohne manuelles Eintippen.
| Einstellung | Beschreibung |
|---|---|
| Stations-AE-Titel | AE-Titel des Empfangsgeräts (z. B. US01) |
| Modalität | Art des Geräts (z. B. US, DX, CR, CT, MR) |
Unterstützte Modalitäten:
| Kürzel | Gerät |
|---|---|
| US | Ultraschall |
| DX | Digitales Röntgen |
| CR | Konventionelles Röntgen |
| CT | Computertomographie |
| MR | Magnetresonanz (MRT) |
| XA | Angiographie |
| RF | Fluoroskopie |
| NM | Nuklearmedizin |
| PT | PET |
| OT | Sonstiges |
Druckt automatisch ein Patientenetikett auf dem angeschlossenen Dymo-Drucker, sobald neue Patientendaten eintreffen.
| Einstellung | Optionen |
|---|---|
| Textzeile | Vorname-Initial + Nachname, Nachname/Vorname, oder Vorname Nachname |
| Barcode | Patienten-ID oder Versicherungsnummer |
Situation: Beim Aufrufen eines Patienten in der Praxissoftware sollen die Patientendaten automatisch auf dem Ultraschallgerät erscheinen.
C:\Praxis\GDT\EingangUS01, Modalität: USAblauf: Praxissoftware schreibt GDT-Datei → PipeMed liest sie → Patient erscheint auf dem Ultraschallgerät-Display.
Situation: Ultraschallbilder sollen automatisch als JPEG-Dateien in einem bestimmten Ordner gespeichert werden.
US01C:\Praxis\Bilder\Ultraschall, Dateiname: {patientId}_{lastName}_{date}Situation: Ihr Blutanalysegerät soll Ergebnisse direkt an die Praxissoftware schicken.
C:\Praxis\LDT\Eingang, Dateiname: {patientId}_{date}Ablauf: Analysegerät sendet Ergebnisse → PipeMed konvertiert → LDT-Datei → Praxissoftware importiert automatisch.
Situation: Beim Eintreffen eines Laborauftrags soll automatisch ein Etikett gedruckt werden.
Situation: Röntgenaufträge sollen ans Gerät übertragen und fertige Bilder gespeichert werden. Dafür legen Sie zwei separate Datenflüsse an:
C:\Praxis\GDT\Eingang)XRAY01, Modalität: DX)XRAY01)C:\Praxis\Bilder\Röntgen, Dateiname: {patientId}_{date})Situation: Beim Aufrufen eines Patienten soll ein Etikett für das Blutabnahmeröhrchen gedruckt werden.
C:\Praxis\GDT\Eingang)Unter Einstellungen → Dienste sehen Sie alle technischen Hintergrunddienste. In den meisten Praxen müssen diese nur einmalig bei der Einrichtung angepasst werden.
Empfängt Anfragen von bildgebenden Geräten nach der Patientenliste.
| Einstellung | Standard | Beschreibung |
|---|---|---|
| Port | 4242 | Netzwerkanschluss für Worklist-Abfragen. Muss mit der Einstellung im Gerät übereinstimmen. |
| AE-Titel | PIPEMED | Name im Netzwerk. Muss im Gerät als „Remote AE Title" eingetragen werden. |
Empfängt Bilder, die von medizinischen Geräten gesendet werden.
| Einstellung | Standard | Beschreibung |
|---|---|---|
| Port | 11112 | Netzwerkanschluss für eingehende Bilder. Muss im sendenden Gerät als Zielport eingetragen werden. |
| AE-Titel | PIPEMED | Name im Netzwerk. Muss im sendenden Gerät als „Ziel-AE-Titel" eingetragen werden. |
Empfängt Labordaten von Analysegeräten.
| Einstellung | Standard | Beschreibung |
|---|---|---|
| Port | 5005 | Netzwerkanschluss für Labordaten. Muss im Gerät als Zieladresse eingetragen werden. |
Klicken Sie auf „Verbindung prüfen", um zu testen, ob PipeMed den Drucker erreichen kann.
DYMO Connect muss installiert und gestartet sein, bevor PipeMed den Drucker nutzen kann.
Wenn aktiviert, startet PipeMed automatisch mit Windows. Empfohlen für den Praxisbetrieb, damit die Datenverarbeitung sofort nach dem Einschalten verfügbar ist.
PipeMed führt automatisch ein Protokoll aller Vorgänge. Diese Dateien sind hilfreich für den Support.
| Einstellung | Beschreibung |
|---|---|
| Protokollstufe | Info für normalen Betrieb, Debug für mehr Details bei der Fehlersuche |
| Aufbewahrungsdauer | Wie lange Protokolldateien gespeichert werden (7, 14, 30 oder 90 Tage) |
| Log-Ordner öffnen | Öffnet den Ordner mit den Protokolldateien im Windows Explorer |
PipeMed speichert empfangene DICOM-Bilder temporär, bevor sie verarbeitet und weitergeleitet werden.
| Einstellung | Beschreibung |
|---|---|
| DICOM-Dateien aufbewahren | Nach wie vielen Tagen temporäre Dateien gelöscht werden (Standard: 30 Tage) |
| Temp-Ordner öffnen | Öffnet den temporären Speicherordner im Windows Explorer |
Mit der Funktion „Exportieren" sichern Sie Ihre gesamte PipeMed-Konfiguration als Datei. Verwendungszwecke:
Die Datei wird als pipemed-config-DATUM.json gespeichert.
PipeMed sucht beim Start und im Hintergrund automatisch nach neuen Versionen. Wenn ein Update verfügbar ist, werden Sie über einen Hinweis in der Konfigurationsoberfläche informiert.
PipeMed läuft weiter im Hintergrund. Klicken Sie auf das Symbol in der Windows-Taskleiste (rechts unten neben der Uhrzeit). Falls das Symbol nicht sichtbar ist, klicken Sie auf den kleinen Pfeil, um versteckte Symbole anzuzeigen.
Prüfen Sie folgende Punkte:
11112) und AE-Titel (PIPEMED) im Gerät korrekt eingetragen?Unter Windows 11 belegt ein Systemdienst standardmäßig Port 5000. Wechseln Sie auf einen anderen Port (z. B. 5005):
Einstellungen → Dienste → ASTM → Port ändern → Speichern → Neustart.
Lizenzen können unter support@pipemed.at erworben werden. Nach dem Kauf erhalten Sie den Schlüssel per E-Mail. Geben Sie ihn unter Lizenz in der Konfigurationsoberfläche ein.
Eine Einzelplatzlizenz gilt für genau einen Computer. Für mehrere Arbeitsplätze benötigen Sie eine Mehrplatzlizenz. Kontaktieren Sie uns unter support@pipemed.at.
Nach Ablauf der Lizenz greift eine kurze Kulanzfrist, in der PipeMed weiterhin normal funktioniert. Danach werden keine Datenflüsse mehr ausgeführt, bis die Lizenz erneuert wurde. Ihre Konfiguration bleibt dabei erhalten und geht nicht verloren.
Bei weiteren Fragen oder technischem Support:
support@pipemed.at