PipeMed Benutzerhandbuch

Alles, was Sie für Installation, Einrichtung und den täglichen Betrieb wissen müssen — Schritt für Schritt erklärt.

Überblick

Was ist PipeMed?

PipeMed ist eine Middleware-Software für Windows, die medizinische Geräte und Softwaresysteme in Ihrer Praxis miteinander verbindet. Sie läuft unsichtbar im Hintergrund und übernimmt automatisch den Datenaustausch zwischen Ihren Geräten — ohne dass Sie täglich eingreifen müssen.

Was PipeMed für Sie erledigt:

  • Labordaten empfangen und weiterleiten: Ihr Analysegerät schickt Ergebnisse automatisch an Ihre Praxissoftware — als LDT-Datei, die direkt eingelesen werden kann.
  • Bilder und Videos von medizinischen Geräten speichern: Ultraschall-, Röntgen- und CT-Bilder werden automatisch empfangen und in einem Ordner Ihrer Wahl abgelegt.
  • Patientendaten an bildgebende Geräte senden: Patient in der Praxissoftware aufrufen — der Name erscheint automatisch auf dem Gerätedisplay, ohne Abtippen.
  • Patientenetiketten drucken: Probenröhrchen können automatisch mit Patientendaten und Barcode bedruckt werden.
Für wen ist PipeMed gedacht?

PipeMed richtet sich an Arztpraxen, Gruppenpraxen und kleine medizinische Labors, die Geräte verschiedener Hersteller miteinander verbinden möchten, ohne aufwändige IT-Projekte durchführen zu müssen.

Installation & Erster Start

Was sind die Systemvoraussetzungen?
AnforderungDetails
BetriebssystemWindows 10 oder Windows 11 (64-Bit)
SpeicherplatzMindestens 200 MB frei
NetzwerkLokales Netzwerk für Gerätekommunikation (DICOM, ASTM)
Dymo-Drucker (optional)DYMO Connect Software muss installiert sein
Wie installiere ich PipeMed?
  1. Laden Sie das Installationsprogramm herunter (PipeMed-Setup-x.x.x.exe).
  2. Führen Sie die Datei mit einem Doppelklick aus.
  3. Folgen Sie den Anweisungen des Installationsassistenten.
  4. Nach der Installation startet PipeMed automatisch.
PipeMed wird standardmäßig beim Windows-Start automatisch geladen. Sie müssen das Programm nicht manuell starten.
Wo finde ich PipeMed nach der Installation?

PipeMed erscheint als kleines Symbol in der Windows-Taskleiste (rechts unten neben der Uhrzeit). Ein Fenster öffnet sich nicht automatisch — das ist beabsichtigt, damit PipeMed Ihre tägliche Arbeit nicht stört.

Falls das Symbol nicht sichtbar ist, klicken Sie auf den kleinen Pfeil in der Taskleiste, um versteckte Symbole anzuzeigen.

Wie öffne ich die Konfiguration?
  • Doppelklick auf das PipeMed-Symbol in der Taskleiste, oder
  • Rechtsklick auf das Symbol → „Konfiguration öffnen"
Wenn Sie das Konfigurationsfenster mit dem X schließen, läuft PipeMed weiter im Hintergrund. Es wird nicht beendet — damit die automatische Datenverarbeitung nicht unterbrochen wird.
Wie beende ich PipeMed?

Rechtsklick auf das PipeMed-Symbol in der Taskleiste → „PipeMed beenden"

Welche Bereiche hat die Konfigurationsoberfläche?
MenüpunktInhalt
DatenflüsseZentrale Verwaltung aller Verbindungen zwischen Geräten
EinstellungenDienste, Autostart, Protokollierung, Backup
LizenzLizenzstatus, Aktivierung, Maschinen-ID
ÜberVersionsinformation, Updates

Lizenz & Demo-Modus

Was ist der Demo-Modus?

Beim ersten Start ohne gültige Lizenz aktiviert PipeMed automatisch einen 30-tägigen Demo-Modus. In diesem Modus können Sie alle Funktionen vollständig testen — ohne Registrierung oder Kreditkarte.

Wie aktiviere ich meine Lizenz?
  1. Öffnen Sie die Konfiguration (Doppelklick auf das Taskleistensymbol).
  2. Klicken Sie links im Menü auf „Lizenz".
  3. Geben Sie Ihren Lizenzschlüssel ein und klicken Sie auf „Aktivieren".

Die Aktivierung erfordert eine Internetverbindung. Die Lizenz ist an Ihren Computer gebunden und gilt nur auf dem Gerät, auf dem sie aktiviert wurde.

Was ist in meiner Lizenz enthalten?
InformationBedeutung
LizenzplanZ. B. „Einzelplatzlizenz" oder „Mehrplatzlizenz"
DatenflüsseMaximale Anzahl gleichzeitig aktiver Datenflüsse
Gültig bisAblaufdatum der Lizenz
E-MailDie bei der Lizenz hinterlegte E-Mail-Adresse
Wie funktioniert die Lizenzprüfung?

PipeMed prüft Ihre Lizenz beim Start und anschließend regelmäßig im Hintergrund. Dabei wird sichergestellt, dass die Lizenz noch gültig und nicht widerrufen wurde. Für diese Prüfung ist eine Internetverbindung erforderlich.

Kein Internet verfügbar? Keine Sorge: PipeMed gewährt eine Kulanzfrist, in der alle Funktionen weiter genutzt werden können.

Was passiert, wenn ich das Datenflusslimit erreicht habe?

Wenn Sie die in Ihrer Lizenz enthaltene Anzahl an Datenflüssen erreicht haben, erscheint ein Hinweis. Für zusätzliche Datenflüsse wenden Sie sich bitte an: support@pipemed.at

Datenflüsse

Was ist ein Datenfluss?

Ein Datenfluss beschreibt, wie Daten von einem Gerät oder Ordner zu einem anderen weitergeleitet werden. Jeder Datenfluss besteht aus zwei Teilen:

[Quelle] ────────► [Ziel]

Beispiele:

  • GDT-Datei → DICOM Worklist
  • ASTM Server → LDT-Datei
  • DICOM Storage → Dateiablage
Wie lege ich einen neuen Datenfluss an?
  1. Öffnen Sie „Datenflüsse" im linken Menü.
  2. Klicken Sie auf „Neuer Datenfluss".
  3. Vergeben Sie einen aussagekräftigen Namen (z. B. „Labor → Praxissoftware").
  4. Wählen Sie die Quelle aus (Woher kommen die Daten?).
  5. Konfigurieren Sie die Quelle (z. B. den Überwachungsordner).
  6. Wählen Sie das Ziel aus (Wohin sollen die Daten?).
  7. Konfigurieren Sie das Ziel (z. B. den Ausgabeordner).
  8. Klicken Sie auf „Speichern".
Wie aktiviere oder deaktiviere ich einen Datenfluss?

Jeder Datenfluss hat einen Ein-/Ausschalter. Deaktivierte Datenflüsse werden nicht ausgeführt, bleiben aber gespeichert. So können Sie einen Datenfluss vorübergehend pausieren, ohne ihn löschen zu müssen.

Wie bearbeite oder lösche ich einen Datenfluss?

Klicken Sie rechts neben dem Datenflussnamen auf das Stift-Symbol (Bearbeiten) oder das Papierkorb-Symbol (Löschen).

Quellen (Woher kommen die Daten?)

GDT-Datei — Patientendaten aus der Praxissoftware

Die GDT-Datei ist das Standardformat für den Datenaustausch zwischen Praxissoftware und medizinischen Geräten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Funktionsweise: PipeMed überwacht einen Ordner auf Ihrem Computer. Sobald Ihre Praxissoftware eine neue GDT-Datei in diesen Ordner legt, verarbeitet PipeMed sie automatisch.

EinstellungBeschreibung
ÜberwachungsverzeichnisDer Ordner, in den Ihre Praxissoftware die GDT-Dateien schreibt (z. B. C:\Praxis\GDT\Eingang)
DICOM Storage — Bilder von medizinischen Geräten empfangen

DICOM ist das internationale Standardformat für medizinische Bilder. Röntgengeräte, Ultraschallgeräte, CT- und MRT-Geräte können Bilder direkt über das Netzwerk an PipeMed senden.

EinstellungBeschreibung
Geräte-AE-Titel (optional)Wenn Sie nur Bilder von einem bestimmten Gerät weiterleiten möchten, geben Sie hier den AE-Titel ein (z. B. US01). Leer = alle Geräte.
Was ist ein AE-Titel? Jedes DICOM-Gerät hat einen eindeutigen Namen im Netzwerk — den „AE-Titel" (Application Entity Title). Dieser steht meist im Gerätehandbuch oder in den Netzwerkeinstellungen des Geräts.
ASTM Server — Labordaten von Analysegeräten

Das ASTM-Protokoll (auch LIS1-A2) ist der Standard für die Kommunikation zwischen Laboranalysegeräten und Laborsoftware.

Funktionsweise: PipeMed öffnet einen Netzwerkkanal, auf dem Ihr Laborgerät nach jeder Messung automatisch die Ergebnisse übermittelt.

EinstellungBeschreibung
Geräte-ID (optional)Wenn Sie nur Daten von einem bestimmten Gerät weiterleiten möchten. Leer = alle Geräte.

Übertragene Daten: Patient (ID, Name, Geburtsdatum, Geschlecht), Auftrag (Proben-ID, Datum/Uhrzeit), Messergebnisse (Testkürzel, Wert, Einheit, Referenzbereich, Auffälligkeitsflag, Kommentar).

Ziele (Wohin gehen die Daten?)

GDT-Datei — Daten an die Praxissoftware ausgeben

Schreibt die Patientendaten als GDT-Datei in einen Ausgabeordner, den Ihre Praxissoftware regelmäßig einliest.

EinstellungBeschreibung
AusgabeverzeichnisDer Ordner, aus dem Ihre Praxissoftware die GDT-Dateien liest (z. B. C:\Praxis\GDT\Ausgang)
LDT-Datei — Laborbefunde für die Praxissoftware

Schreibt Laborbefunde im LDT-Format (Labordatentransfer) in einen Ordner. LDT ist das Standardformat, das von den meisten PVS im DACH-Raum zum Import von Laborbefunden verwendet wird.

EinstellungBeschreibung
AusgabeverzeichnisOrdner für die LDT-Dateien
DateinameMuster für den Dateinamen (z. B. {patientId}_{date})

Verfügbare Platzhalter:

PlatzhalterBedeutungBeispiel
{patientId}Patienten-ID12345
{lastName}NachnameMustermann
{firstName}VornameMax
{birthDate}Geburtsdatum01011980
{socialInsuranceNumber}Versicherungsnr.1234010180
{date}Aktuelles Datum24032026
{time}Aktuelle Uhrzeit143022
Dateiablage — Bilder, Videos und Dokumente speichern

Extrahiert Rohdaten aus DICOM-Bildern oder erzeugt aus Labordaten eine Quittung als Bild und speichert diese in einem Ordner.

EinstellungBeschreibung
AusgabeverzeichnisZielordner für die Dateien
DateinameMuster für den Dateinamen (ohne Dateiendung — wird automatisch gesetzt)

Was wird gespeichert?

Eingehende DatenFormat
DICOM-Bild (JPEG).jpg
DICOM-Video (MPEG-4).mp4
DICOM-Dokument (PDF).pdf
Labordaten (ASTM).png (Befundquittung)
GDT-Patientendaten.txt (Textbericht)
DICOM Worklist — Patientendaten an Geräte-Display senden

Trägt Patientendaten direkt in die Auftragsliste (Worklist) eines bildgebenden Geräts ein. Das Gerät zeigt den Patienten auf seinem Display an — ohne manuelles Eintippen.

EinstellungBeschreibung
Stations-AE-TitelAE-Titel des Empfangsgeräts (z. B. US01)
ModalitätArt des Geräts (z. B. US, DX, CR, CT, MR)

Unterstützte Modalitäten:

KürzelGerät
USUltraschall
DXDigitales Röntgen
CRKonventionelles Röntgen
CTComputertomographie
MRMagnetresonanz (MRT)
XAAngiographie
RFFluoroskopie
NMNuklearmedizin
PTPET
OTSonstiges
Etikettendrucker (Dymo) — Patientenetiketten drucken

Druckt automatisch ein Patientenetikett auf dem angeschlossenen Dymo-Drucker, sobald neue Patientendaten eintreffen.

EinstellungOptionen
TextzeileVorname-Initial + Nachname, Nachname/Vorname, oder Vorname Nachname
BarcodePatienten-ID oder Versicherungsnummer
Die DYMO Connect-Software muss auf dem Computer installiert und gestartet sein. Unter Einstellungen → Dienste → Dymo-Drucker können Sie die Verbindung jederzeit prüfen.

Praxisbeispiele

Praxissoftware → Ultraschallgerät (Patientendaten senden)

Situation: Beim Aufrufen eines Patienten in der Praxissoftware sollen die Patientendaten automatisch auf dem Ultraschallgerät erscheinen.

GDT-Datei ────► DICOM Worklist
Konfiguration
  • Name: Computer → Ultraschall
  • Quelle: GDT-Datei — Überwachungsverzeichnis: C:\Praxis\GDT\Eingang
  • Ziel: DICOM Worklist — AE-Titel: US01, Modalität: US

Ablauf: Praxissoftware schreibt GDT-Datei → PipeMed liest sie → Patient erscheint auf dem Ultraschallgerät-Display.

Ultraschallgerät → Bilderordner (Bilder speichern)

Situation: Ultraschallbilder sollen automatisch als JPEG-Dateien in einem bestimmten Ordner gespeichert werden.

DICOM Storage ────► Dateiablage
Konfiguration
  • Name: Ultraschall → Bilderordner
  • Quelle: DICOM Storage — AE-Titel: US01
  • Ziel: Dateiablage — Verzeichnis: C:\Praxis\Bilder\Ultraschall, Dateiname: {patientId}_{lastName}_{date}
Labor-Analysegerät → Praxissoftware (Labordaten übertragen)

Situation: Ihr Blutanalysegerät soll Ergebnisse direkt an die Praxissoftware schicken.

ASTM Server ────► LDT-Datei
Konfiguration
  • Name: Labor → Praxissoftware
  • Quelle: ASTM Server
  • Ziel: LDT-Datei — Verzeichnis: C:\Praxis\LDT\Eingang, Dateiname: {patientId}_{date}

Ablauf: Analysegerät sendet Ergebnisse → PipeMed konvertiert → LDT-Datei → Praxissoftware importiert automatisch.

Labor-Analysegerät → Probenröhrchen-Etikett

Situation: Beim Eintreffen eines Laborauftrags soll automatisch ein Etikett gedruckt werden.

ASTM Server ────► Etikettendrucker
Konfiguration
  • Name: Labor → Etikett
  • Quelle: ASTM Server
  • Ziel: Etikettendrucker — Textzeile: Vorname-Initial + Nachname, Barcode: Versicherungsnummer
Röntgenauftrag senden und Bild empfangen (kombiniert)

Situation: Röntgenaufträge sollen ans Gerät übertragen und fertige Bilder gespeichert werden. Dafür legen Sie zwei separate Datenflüsse an:

Datenfluss 1 — Auftrag senden
  • Quelle: GDT-Datei (C:\Praxis\GDT\Eingang)
  • Ziel: DICOM Worklist (AE-Titel: XRAY01, Modalität: DX)
Datenfluss 2 — Bild empfangen
  • Quelle: DICOM Storage (AE-Titel: XRAY01)
  • Ziel: Dateiablage (C:\Praxis\Bilder\Röntgen, Dateiname: {patientId}_{date})
Praxissoftware → Etikett für Blutabnahme

Situation: Beim Aufrufen eines Patienten soll ein Etikett für das Blutabnahmeröhrchen gedruckt werden.

GDT-Datei ────► Etikettendrucker
Konfiguration
  • Quelle: GDT-Datei (C:\Praxis\GDT\Eingang)
  • Ziel: Etikettendrucker — Textzeile: Nachname, Vorname — Barcode: Patienten-ID

Dienste & Netzwerkeinstellungen

Unter Einstellungen → Dienste sehen Sie alle technischen Hintergrunddienste. In den meisten Praxen müssen diese nur einmalig bei der Einrichtung angepasst werden.

DICOM Worklist — Einstellungen

Empfängt Anfragen von bildgebenden Geräten nach der Patientenliste.

EinstellungStandardBeschreibung
Port4242Netzwerkanschluss für Worklist-Abfragen. Muss mit der Einstellung im Gerät übereinstimmen.
AE-TitelPIPEMEDName im Netzwerk. Muss im Gerät als „Remote AE Title" eingetragen werden.
DICOM Storage — Einstellungen

Empfängt Bilder, die von medizinischen Geräten gesendet werden.

EinstellungStandardBeschreibung
Port11112Netzwerkanschluss für eingehende Bilder. Muss im sendenden Gerät als Zielport eingetragen werden.
AE-TitelPIPEMEDName im Netzwerk. Muss im sendenden Gerät als „Ziel-AE-Titel" eingetragen werden.
ASTM — Einstellungen

Empfängt Labordaten von Analysegeräten.

EinstellungStandardBeschreibung
Port5005Netzwerkanschluss für Labordaten. Muss im Gerät als Zieladresse eingetragen werden.
Der Standard-Port 5000 ist unter Windows 11 durch einen Systemdienst (AirPlay) belegt. Verwenden Sie Port 5005 oder einen anderen freien Port.
Dymo-Drucker — Verbindung prüfen

Klicken Sie auf „Verbindung prüfen", um zu testen, ob PipeMed den Drucker erreichen kann.

  • Aktiv (grün) — Drucker wurde gefunden und ist druckbereit.
  • Fehler (rot) — DYMO Connect läuft nicht oder kein Drucker angeschlossen.

DYMO Connect muss installiert und gestartet sein, bevor PipeMed den Drucker nutzen kann.

Allgemeine Einstellungen

Autostart — PipeMed bei Systemstart laden

Wenn aktiviert, startet PipeMed automatisch mit Windows. Empfohlen für den Praxisbetrieb, damit die Datenverarbeitung sofort nach dem Einschalten verfügbar ist.

Protokollierung — Logdateien und Fehlerbehebung

PipeMed führt automatisch ein Protokoll aller Vorgänge. Diese Dateien sind hilfreich für den Support.

EinstellungBeschreibung
ProtokollstufeInfo für normalen Betrieb, Debug für mehr Details bei der Fehlersuche
AufbewahrungsdauerWie lange Protokolldateien gespeichert werden (7, 14, 30 oder 90 Tage)
Log-Ordner öffnenÖffnet den Ordner mit den Protokolldateien im Windows Explorer
Temporäre Dateien — DICOM-Zwischenspeicher

PipeMed speichert empfangene DICOM-Bilder temporär, bevor sie verarbeitet und weitergeleitet werden.

EinstellungBeschreibung
DICOM-Dateien aufbewahrenNach wie vielen Tagen temporäre Dateien gelöscht werden (Standard: 30 Tage)
Temp-Ordner öffnenÖffnet den temporären Speicherordner im Windows Explorer
Konfiguration exportieren — Backup erstellen

Mit der Funktion „Exportieren" sichern Sie Ihre gesamte PipeMed-Konfiguration als Datei. Verwendungszwecke:

  • Datensicherung vor einem Windows-Update oder PC-Tausch
  • Gleiche Konfiguration auf einem weiteren Computer einrichten (erfordert separate Lizenz)
  • Support-Unterlage bei Hilfeanfragen

Die Datei wird als pipemed-config-DATUM.json gespeichert.

Automatische Updates

Wie funktionieren Updates bei PipeMed?

PipeMed sucht beim Start und im Hintergrund automatisch nach neuen Versionen. Wenn ein Update verfügbar ist, werden Sie über einen Hinweis in der Konfigurationsoberfläche informiert.

Wie führe ich ein Update durch?
  1. Öffnen Sie die Konfiguration → Klicken Sie links auf „Über".
  2. Wenn ein Update verfügbar ist, sehen Sie einen „Herunterladen"-Button.
  3. Klicken Sie auf „Herunterladen" — das Update wird im Hintergrund geladen.
  4. Klicken Sie auf „Installieren und neu starten".
Das Update wird erst beim Neustart installiert. Sie können die Installation auf einen passenden Zeitpunkt (z. B. nach der Sprechstunde) verschieben.

Fehlerbehebung

Das Konfigurationsfenster ist verschwunden — wo ist PipeMed?

PipeMed läuft weiter im Hintergrund. Klicken Sie auf das Symbol in der Windows-Taskleiste (rechts unten neben der Uhrzeit). Falls das Symbol nicht sichtbar ist, klicken Sie auf den kleinen Pfeil, um versteckte Symbole anzuzeigen.

Mein Gerät sendet keine Bilder an PipeMed — was tun?

Prüfen Sie folgende Punkte:

  1. Sind IP-Adresse, Port (11112) und AE-Titel (PIPEMED) im Gerät korrekt eingetragen?
  2. Ist der Port in der Windows-Firewall freigegeben?
  3. Zeigt der DICOM-Storage-Dienst unter Einstellungen → Dienste den Status „Aktiv"?
Der ASTM-Dienst startet nicht — „Adresse bereits belegt"

Unter Windows 11 belegt ein Systemdienst standardmäßig Port 5000. Wechseln Sie auf einen anderen Port (z. B. 5005):

Einstellungen → Dienste → ASTM → Port ändern → Speichern → Neustart.

Der Dymo-Drucker druckt keine Etiketten
  1. Ist DYMO Connect gestartet? (Muss im Hintergrund laufen.)
  2. Ist der Drucker eingeschaltet und über USB verbunden?
  3. Klicken Sie unter Einstellungen → Dienste → Dymo-Drucker auf „Verbindung prüfen". Erscheint der Druckername? Falls nein, starten Sie DYMO Connect neu.
Meine Praxissoftware erkennt die LDT-Datei nicht
  1. Stimmt das Ausgabeverzeichnis im LDT-Ziel mit dem Eingangsordner Ihrer Praxissoftware überein?
  2. Überwacht Ihre Praxissoftware den Ordner regelmäßig? (Einstellung in der Praxissoftware prüfen.)
  3. Stimmt der Dateiname mit der von Ihrer Praxissoftware erwarteten Namenskonvention überein?
Woher bekomme ich meinen Lizenzschlüssel?

Lizenzen können unter support@pipemed.at erworben werden. Nach dem Kauf erhalten Sie den Schlüssel per E-Mail. Geben Sie ihn unter Lizenz in der Konfigurationsoberfläche ein.

Kann ich PipeMed auf mehreren Computern nutzen?

Eine Einzelplatzlizenz gilt für genau einen Computer. Für mehrere Arbeitsplätze benötigen Sie eine Mehrplatzlizenz. Kontaktieren Sie uns unter support@pipemed.at.

Was passiert, wenn meine Lizenz abläuft?

Nach Ablauf der Lizenz greift eine kurze Kulanzfrist, in der PipeMed weiterhin normal funktioniert. Danach werden keine Datenflüsse mehr ausgeführt, bis die Lizenz erneuert wurde. Ihre Konfiguration bleibt dabei erhalten und geht nicht verloren.

Bei weiteren Fragen oder technischem Support:

support@pipemed.at